Donnerstag, 18. Oktober 2018
Notruf: 112

Alarm beendete den Schnuppertag

Kür und Pflicht bei der FF Worzeldorf

Jugendfeuerwehr mit vielen Möglichkeiten

Immer wieder wird die FF Worzeldorf auch während Veranstaltungen zu Einsätzen alarmiert, so beim Floriansfest zu Unfällen oder vollgelaufenen Kellern. Auch die Vorführungen beim Schnuppertag der Jugendfeuerwehr wurde durch die Sirene kurz vor dem geplanten Ende abgebrochen, als die Wehr zu einem Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen auf die A73 bei der Anschlussstelle Zollhaus ausrückte - zum Glück gab es keine Verletzten und so beschränkte sich die Tätigkeit auf die Sicherung der Unfallstelle und die Säuberung der Fahrbahn, während die Restmannschaft im Gerätehof aufräumte.

Zum Kennenlernen hatte die Jugendfeuerwehr der Freiwillige Feuerwehr Worzeldorf eingeladen – und es gab ein attraktives Angebot:

So konnte im abgedunkelten Raum mit der Wärmebildkamera nach versteckten Personen gesucht werden, im Hof waren die Fahrzeuge aufgestellte und wer wollte, konnte sogar den ausfahrbaren Flutlichtmast bedienen.

In der Fahrzeughalle war ein hydraulischer Spreizer an der Decke aufgehängt. Hier galt es, mit möglichst viel Fingerspitzengefühl einen Tennisball von einem Verkehrsleitkegel aufzunehmen und auf einen anderen zu balancieren. Das Problem dabei war, den Ball zwar nicht zusammenzudrücken, aber auch beim Absetzen nicht fallenzulassen. Zum Glück musste dabei nicht – wie im echten Einsatz – auch noch das Gewicht des schweren Gerätes gehalten werden.

Im Gerätehof konnte dann auch noch im Wettkampf versucht werden, als ersten die Pyramide aus Blechbüchsen mit dem Rohr einer Kübelspritze vom Biertisch zu „fegen“.

Kurz vor Ende der Veranstaltung wurde dann aus dem Spiel Ernst, die Sirene rief die 17-köpfige Mannschaft mit zwei Löschfahrzeugen und dem Rüstwagen zu einem Verkehrsunfall auf die A 73 und in der Nacht gegen 2 Uhr wurde die Wehr zu einem Flächenbrand im Ortsteil Herpersdorf alarmiert. Der Brand konnte mit dem Schnellangriff rasch gelöscht werden und bei der Suche nach Glutnestern kam denn zum ersten Mal die durch Spenden und Vereinsmittel beschaffte Wärmebildkamera zum Einsatz. Ein weiterer Alarm am nächsten Tag zu einem Verkehrsunfall mit brennendem Pkw – hier war aber zum Glück durch die kurz vorher eingetroffenen Kräfte der Berufsfeuerwehr ein Eingreifen der „Freiwilligen“ nicht mehr nötig – beendete ein arbeitsintensives Wochenende.

Text und Fotos: Thomas Karl

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