Mittwoch, 24. April 2019
Notruf: 112

Leistungsprüfung mit Erschwernissen

Nach der Kür kam die Pflicht

FF Worzeldorf zwischen Feier und Feuer

 

Keine 24 Stunden nach der Feier für die bestandenen Leistungsprüfungen wurden die Aktiven der FF Worzeldorf innerhalb von 60 Minuten zu zwei Einsätzen alarmiert.

Bei schwülwarmem Wetter, selbst die dunkel drohenden Wolken brachten kein kühlendes Nass, traten zehn Mitglieder der Wehr zur Prüfung für das Leistungsabzeichen Löscheinsatz in verschiedenen Stufen an. Somit waren zwei Durchgänge notwendig, wobei sich Melanie Schneider zuerst in der gemischten Gruppe der Auslosung stellte –obwohl sie das erste Mal an der Prüfung teilnahm. Getreu dem Feuerwehrmotto „Alle für einen, eine für alle“ war sie dann im zweiten Durchgang erneut dabei, als sich Phililip Hacker den strengen Augen der Schiedsrichter Stadtbrandinspektor Günter Herzog, Hans Hager von der FF Werderau und Norbert Strobel von der FF Worzeldorf (er war zugleich Ausbilder der Mannschaft) stellte. Aber Melanie hatte Glück im Unglück – sie zog beim ersten Mal den Melderposten als Los, für den zweiten Durchgang war sie schon auf diesem Posten eingeteilt. Allerdings ging sie auch mit Handicap in die Prüfung, hatte sie doch kurz zuvor eine Biene in einen Finger der linken Hand gestochen.

Beide erhielten die Auszeichnung in Bronze, auch für die übrigen Teilnehmer – Phillip Rögner als Gruppenführer und Konstantin Weißflog für Silber,  Jasmin Hacker, Fabian Rebel und Sarah Lehner für Gold, Hubert Mahlich und Marlies Körner für Stufe 4 in Gold auf blauem Grund und Kai Görlich für Stufe 6 in Gold auf rotem Grund – hieß es dann: Die Leistungsprüfung wurde  - mit kleinen Fehlerpunkten – in der Sollzeit bestanden.

Beachtlich war die hohe Frauenquote – vier junge Damen waren unter den zehn Teilnehmern, die ihr Wissen über Knoten, Gerätekunde, Erste-Hilfe-Maßnahmen und Gefahrgutkennzeichen beweisen mussten, bevor sie einen Löschangriff mit drei Rohren vornahmen und eine Saugleitung kuppelten. Anerkennung zollten der Truppe die beiden Kommandanten Martin Metz und Christian Erb bei der anschließenden Feier mit Überreichung der Abzeichen im Gerätehaus am Samstagabend..

Bereits am Sonntag gegen 17.00 Uhr wurden die Aktiven der Worzeldorfer Wehr zu einem Unglücksfall gerufen. Es ging in eine Kleingartenkolonie, bei der durch eine Verpuffung eine Person schwere Brandverletzungen erlitten hatte. Kaum ins Gerätehaus zurückgekehrt, wurden die Aktiven erneut alarmiert, diesmal gab es einen Verkehrsunfall auf der A 73 mit zwei Verletzten. Bereits vierzig Mal rückte die Wehr damit in den sieben Monaten dieses Jahres aus und auch diesmal waren die Fahrzeuge trotz Ferienzeit voll besetzt und in kürzester Zeit unterwegs.

Bericht und Fotos: Thomas Karl

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