Mittwoch, 22. Mai 2019
Notruf: 112

Katastrophenschutzübung im Nürnberger Hafengebiet

FF Worzeldorf stellte Erstwasserversorgung

Schadenfall im Tanklager und schwerer Verkehrsunfall

Nach sechs Jahren wurde wieder der Ernstfall geprobt. IM Hafengebiet brannte ein Heizöltank mit 20 Mio. Liter Fassungsvermögen. der Brand drohte auf den benachbarten Gaspendeltanküberzugreifen, der deshalb gekühlt werden musste. Zum Ersteinsatz kam ein Wenderohr einer Drehleiter, die FF Worzeldorf legte als Wasserversorgungszug eine 1,7 km lange Schlauchleitung von der Schleuse Eibach, durch die mittels dreier Pumpen 800 l Wasser flossen. Endgültig gelöscht wurde das „Feuer“ durch den Werfer der Bayernoil aus Ingolstadt, der mittels Schwimmpumpen und Hochleistungsschläuchen in der Minute 23 000 Liter Wasser auf die Brandstelle schleuderte. Nachdem es hier und auch bei einem angenommenen schweren Verkehrsunfall mit Hafenbahn und Gelenkbus auf der Umleitungsstrecke zu rund  80 Verletzten kam, waren zur „Bekämpfung“ der Schadenslage etwa 400 Einsatzkräfte aufgeboten.

Bilder und Text: Thomas Karl

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FF Worzeldorf ehrte langjährige Mitglieder

40 und 25 Jahre aktive Dienstzeit

Vater und Sohn feiern gemeinsam 40 Jahre

 

Gleich zwei Aktive der FF Worzeldorf wurden für lange Dienstjahre ausgezeichnet. Christian Sauer hatte bereits vorher in einer Feierstunde im Rathaus der Stadt Nürnberg das Ehrenkreuz in Gold für 40 Jahre und Roland Henschel das Ehrenkreuz in Silber für 25 Jahre aktive Dienstzeit in der Freiwilligen Feuerwehr Nürnberg-Worzeldorf erhalten.

Kommandant Martin Metz und Vorsitzender Uwe Lienhardt konnten im vollbesetzten Saal des Worzeldorfer Schützenhauses die Ehrenmitglieder Ewald Gerber und Leo Markl, die Stadträte Harald Dix und Konrad Schuh, den Betreuer Brandinspektor Gerald Barfus von der Nürnberger Berufsfeuerwehr und als Hausherrn den 2. Schützenmeister der Adlerschützen Marcus Haas, der als stellvertretender Kommandant der FF Katzwang eine besondere Verbindung zu den Worzeldorfern hat, begrüßen.

Die Ehrung langjähriger Mitglieder stand im Zentrum des jährlichen Ehrenabends. Die Vereinsführung dankte ihnen für langjährige finanzielle und Ideelle Unterstützung. So war Erich Metz nicht nur 25 Jahr Mitglied, er hat auch praktisch die Arbeit als Vorstandsmitglied, aber auch bei Veranstaltungen wie Floriansfest und Fischerstechen oder der Organisation von Busausflug und adventlicher Fackelwanderung mitgetragen. Auch Bernhard Meiler und Volker Biermann sind 25 Jahre Vereinsmitglieder. Mit 40 Jahren sind Dieter Kästner und Prof. Dr. Otto Sauer noch länger beim Verein. Otto Sauer war dabei auch als Kassenrevisor viele Jahre in der Vereinsleitung tätig, er trat gleichzeitig mit seinem Sohn Christian Sauer in die Feuerwehr Worzeldorf ein.

Christian Sauer steht  immer noch im aktiven Dienst und kann dabei auf bewegte Jahre zurückblicken. So wurde ist er nicht nur als Fahrer und Maschinist, sondern auch für das Tragen von schwerem Atemschutz ausgebildet. Er besuchte zahlreiche Lehrgänge bis zum Zugführer an der Würzburger Feuerwehrschule und ist auch Führungsdienstgrad in der Wehr. Dazu war er der Erste als Jugendwart in der FF Worzeldorf und ebenso als Stadtjugendwart in Nürnberg.

Roland Henschel ist seit 25 Jahre aktiv in der FF Worzeldorf und als Feuerwehrsanitäter, Atemschutzträger und Fahrer tätig. Dazu war er im Erweiterten Katastrophenschutz in der Führungsgruppe Bereitschaft bis zu deren Auflösung tätig, danach wechselte in die Katastrophenschutzeinheit von Worzeldorf. Für beide Aktiven hatte die Führung eine Power-Point-Präsentation mit vielen Erinnerungen  vorbereitet, mit der Kommandant Martin Metz mit launigen Bemerkungen die Dienstzeit noch einmal sichtbar machte.

Danach stand die Ehrung für erfolgreiche Prüfungen auf dem Programm. So konnten Melanie Schneider und Phillip Hacker das bronzene, Phillip Rögner und Konstantin Weißflog das silberne und Jasmin Hacker, Fabian Rebel und Sarah Lehner das goldene Leistungsabzeichen Löscheinsatz erhalten, für Hubert Mahlich und Marlies Körner gab es das Abzeichen auf blauem Grund und Kai Görlich erhilet sogar die höchste Stufe in Gold auf rotem Untergrund.

Auch die Jugendfeuerwehr war nicht untätig. Erst kurz zuvor hatten Hannes Hildner, Sascha Pöhner und Tim Rejn die silberne Plakette für den zweiten erfolgreich bestandenen Wissenstest erhalten, die Jugendflamme für Jugendfeuerwehrmitglieder ab 12 Jahren erwarben Philipp Hacker, Gabriel und Hannes Hildner, Sascha Pöhner und Tim Rejn.

Zum Schluss wurden noch Beförderungen für Aktive ausgesprochen. So wurden Armin Dorsch, Philipp Hacker und Gabriel Hildner nach abgeschlossener Grundausbildung zu Feuerwehrmännern ernannt und Jasmin Hacker und Fabian Rebel nach Atemschutzausbildung sowie Hubert Mahlich und Marco Pröbster nach erfolgreich absolviertem Maschinistenlehrgang zu Oberfeuerwehrmännern ernannt. Kommandant Martin Metz bekleidet nun den Dienstgrad eines Oberbrandmeisters und sein Stellvertreter Christian Erb ist Brandmeister

Text und Bilder: Thomas Karl

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Ein heißer Sonntag für die FF Worzeldorf

Übung bekam unerwartet aktuellen Bezug

 

Nach einer dreistündigen Übung am Vormittag folgten am Nachmittag gleich drei Ernstfälle.

In Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Buchenbühl aus dem Nürnberger Norden probte die Freiwillige Feuerwehr Worzeldorf die Waldbrandbekämpfung in schlecht zugänglichem Gebiet auf dem Glasersberg – mit überraschend drastischem aktuellem Bezug.

Am Schwarzenberg bei Rosenheim brennt nach vermutlichem Blitzschlag der Bergwald, die Feuerwehren fördern das Löschwasser mit langen Schlauchleitungen zu den Brandnestern. Auch am Glasersberg musste das Löschwasser vom Alten Kanal über eine 900 Meter lange Leitung zur angenommenen Brandstelle neben der Autobahn mit drei Pumpen und einen Zwischenspeicher gefördert werden, wo mit drei Rohren der Wald „gewässert“ werden konnte. Im Ernstfall könnten so in der Minute 1600 Liter Wasser gefördert werden – wie die Übung ergab. Aber wegen der Trockenheit wurde gespart um den Wasserstand im Kanal nicht abzusenken. Nach Abschluss der Übung am Sonntagvormittag, an der die beiden Wehren sechs Fahrzeuge und über 30 „Brandbekämpfer“ eingesetzt hatten, zeigten sich die Führungskräfte vom Ablauf zufrieden.

Am Nachmittag wurden dann die Worzeldorfer gleich zweimal mit Sirene in den Gerätehof gerufen. Zuerst galt es, einer Rauchmeldung nachzugehen, bei der sich aber der Anrufer offensichtlich getäuscht hatte. Nicht lange danach wurde die Wehr zu einer bewusstlosen Person neben ihrem Pkw an der Anschlussstelle Zollhaus gerufen – hier konnte die Wehr aber schnell wieder einrücken, nachdem der Rettungsdienst den Verletzten übernommen hatte. Am Abend folgte dann noch ein dritter Sirenenalarm, hier war aber vermutlich die Staubfahne auf einem Forstweg mit einer Rauchfahne verwechselt worden.

Text und Bilder Thomas Karl

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Viel Arbeit für die FF Worzeldorf

Einsatz und Feier

 

Der Oktober brachte für die unsere Aktiven viel Arbeit. So wurden wir zuletzt in acht Tagen gleich fünfmal alarmiert, neben drei Verkehrsunfällen auch zu zwei Brandmeldungen, die sich aber zum Glück als technische Störungen herausstellten. Dazu kamen zwei Übungen im Dunkeln. Daneben kam aber auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Am Monatsanfang gab es einen gut besuchten Ausflug, der bis nach Regensburg und Kallmünz führte. Auch beim Weinfest herrschte in der bis auf die letzten Plätze besetzten Fahrzeughalle ausgelassene Stimmung, schnell mussten zusätzliche Stehtische aufgebaut werden. Neben den Vereinsangehörigen hatten sich unter den rund 180 Besuchern auch Mitglieder von benachbarten Feuerwehren und zahlreiche Anwohner eingefunden.

Die Bilder zeigen Einblicke in die Fahrzeughalle, am Schluss standen die vor der Halle postierten Löschfahrzeuge aber schnell wieder auf ihren Plätzen.

Text und Bilder: Thomas Karl

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Leistungsprüfung mit Erschwernissen

Nach der Kür kam die Pflicht

FF Worzeldorf zwischen Feier und Feuer

 

Keine 24 Stunden nach der Feier für die bestandenen Leistungsprüfungen wurden die Aktiven der FF Worzeldorf innerhalb von 60 Minuten zu zwei Einsätzen alarmiert.

Bei schwülwarmem Wetter, selbst die dunkel drohenden Wolken brachten kein kühlendes Nass, traten zehn Mitglieder der Wehr zur Prüfung für das Leistungsabzeichen Löscheinsatz in verschiedenen Stufen an. Somit waren zwei Durchgänge notwendig, wobei sich Melanie Schneider zuerst in der gemischten Gruppe der Auslosung stellte –obwohl sie das erste Mal an der Prüfung teilnahm. Getreu dem Feuerwehrmotto „Alle für einen, eine für alle“ war sie dann im zweiten Durchgang erneut dabei, als sich Phililip Hacker den strengen Augen der Schiedsrichter Stadtbrandinspektor Günter Herzog, Hans Hager von der FF Werderau und Norbert Strobel von der FF Worzeldorf (er war zugleich Ausbilder der Mannschaft) stellte. Aber Melanie hatte Glück im Unglück – sie zog beim ersten Mal den Melderposten als Los, für den zweiten Durchgang war sie schon auf diesem Posten eingeteilt. Allerdings ging sie auch mit Handicap in die Prüfung, hatte sie doch kurz zuvor eine Biene in einen Finger der linken Hand gestochen.

Beide erhielten die Auszeichnung in Bronze, auch für die übrigen Teilnehmer – Phillip Rögner als Gruppenführer und Konstantin Weißflog für Silber,  Jasmin Hacker, Fabian Rebel und Sarah Lehner für Gold, Hubert Mahlich und Marlies Körner für Stufe 4 in Gold auf blauem Grund und Kai Görlich für Stufe 6 in Gold auf rotem Grund – hieß es dann: Die Leistungsprüfung wurde  - mit kleinen Fehlerpunkten – in der Sollzeit bestanden.

Beachtlich war die hohe Frauenquote – vier junge Damen waren unter den zehn Teilnehmern, die ihr Wissen über Knoten, Gerätekunde, Erste-Hilfe-Maßnahmen und Gefahrgutkennzeichen beweisen mussten, bevor sie einen Löschangriff mit drei Rohren vornahmen und eine Saugleitung kuppelten. Anerkennung zollten der Truppe die beiden Kommandanten Martin Metz und Christian Erb bei der anschließenden Feier mit Überreichung der Abzeichen im Gerätehaus am Samstagabend..

Bereits am Sonntag gegen 17.00 Uhr wurden die Aktiven der Worzeldorfer Wehr zu einem Unglücksfall gerufen. Es ging in eine Kleingartenkolonie, bei der durch eine Verpuffung eine Person schwere Brandverletzungen erlitten hatte. Kaum ins Gerätehaus zurückgekehrt, wurden die Aktiven erneut alarmiert, diesmal gab es einen Verkehrsunfall auf der A 73 mit zwei Verletzten. Bereits vierzig Mal rückte die Wehr damit in den sieben Monaten dieses Jahres aus und auch diesmal waren die Fahrzeuge trotz Ferienzeit voll besetzt und in kürzester Zeit unterwegs.

Bericht und Fotos: Thomas Karl

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